Lea im Reiterglück

 

Ich will von einem wunderschönen und idyllischen Ort berichten. Dieser Ort heißt Ellmau und liegt in Tirol in der Nähe von Kufstein. Ich fahre dort immer zum Reiten auf einen Bauernhof, der Achlhof heißt und etwa zehn Minuten von der Kirche im Ortskern entfernt ist. Der Achlhof liegt in der reinen Natur und besitzt derzeit acht Pferde und ein dreijähriges Fohlen. Es sind alles Haflinger, manche sind Mischlinge und manche sind reine Haflinger. Sonst gibt es noch eine Kuh und ein Kalb, ein Schwein, viele Hasen, Hühner und einen Hahn, Katzen und natürlich den Hofhund „Rocky“.

Das Haupthaus ist ein schönes altes und gut erhaltenes Bauernhaus. Es gibt zwei Gästehäuser mit Apartments. Am Achlhof entlang fließt ein schönes leises Bächlein, und sonst sieht man nur Wald, Wiesen und die kleine Straße zum Ort. Außerdem kann man den „Wilden Kaiser“ sehen, wo man wandern und klettern kann.

Wenn man das Wort „Reitstall“ hört, denkt man an einen 45-Minuten-Unterricht auf dem Sandplatz oder in der Reithalle. Auf dem Achlhof ist es anders! Jeden Morgen um 9 Uhr gibt es einen wunderschönen Ausritt in die Natur in allen Gangarten. Und um 17 Uhr kann man die große Runde reiten.

Dabei geht es von einem Platz, der auch als Weide benützt wird, los. Dann reitet man zuerst einen Weg entlang, danach darf dann jeder im Galopp oder Trab in einem großen Bogen wieder zurück bis zum Startplatz. Man muß sich das wie ein großes Hufeisen vorstellen. Eine Runde dauert ungefähr fünf Minuten. Jeden Mittwoch gibt es einen Wanderritt, der je nach Anzahl und Können der Reiter auch mal zwei Tage dauern kann. Den Weg bestimmt Franz, der Besitzer des Achlhofs. Er kümmert sich rührend um alle Tiere auf dem Hof, beschlägt die Pferde und macht Kutschfahrten.

Ich reite dort sehr gerne, weil man sehr enge Verbindungen zu den Pferden bekommt, man lernt sie besser kennen. Die Pferde muß man auch selbst versorgen und rundum sauber machen. Falls jemand noch jung ist oder keine große reiterliche Erfahrung hat, ist der Franz zur Stelle und hilft. Oder die  anderen Reiter helfen, dann kann er oder sie es beim nächsten Mal alleine.

Urlaub auf dem Achlhof ist für Kinder und Erwachsene wunderschön und unvergeßlich. Weil Ellmau nur eineinhalb Stunden von München entfernt ist, fahren wir oft auch mal für ein Wochenende hin. Wenn wir dann ankommen, werfe ich meine Sachen schnell in mein Zimmer und renne gleich zum Bauernhof. Am Sonntag dauert es dann immer ziemlich lange, bis ich mich von all den Pferden verabschiedet habe.

In den Osterferien durfte ich mit meiner Freundin zehn Tage Urlaub auf dem Achlhof machen. Das war mein Traumurlaub. Jeden Tag mußten wir um 8.30 Uhr zum Frühstück. Dann ging es gleich in den Stall, um die Pferde herauszuholen. Wir haben die Haflinger gestriegelt und richtig hübsch gemacht, danach wurden sie gesattelt und aufgetrenst. Schließlich ging es los. Franz ritt voraus und wir hinterher. Zuerst ging es am Bach entlang, dann über einen Kiesweg in den Wald. Auf dem Rückweg galoppierten wir. Dabei hat mein Haflinger ab und zu ein paar Freudensprünge gemacht. Wieder auf dem Hof bekamen unsere Pferde dann einen Apfel oder etwas Ähnliches. Am Abend ritten wir die große Runde, dabei waren meine Freundin und ich in der gleichen Gruppe.

Ab und zu gibt es auch kleine Arbeiten zu machen, wie den Zaun richten oder die Pferde nach dem Weidegang  putzen. Wer von den Kindern will, kann dabei Franz helfen. Das macht Spaß und man kann dabei etwas lernen. Wenn man nicht gerade reiten will, kann man auch ins Dorf gehen und ein Eis essen oder die Kirche besichtigen.

Der Achlhof ist der schönste Ort der Welt!

 

Lea Heinrich, 12 Jahre, aus München

 

Zeitungsbericht Münchner Merkur und tz, 17. Aug. 2004

 

Es ist fast zu schön, wie Lea unseren Pferdebauernhof beschreibt. Aus diesem Grund möchte ich ein paar Zeilen hinzufügen:  Ich habe mich über diesen Artikel sehr gefreut. Es kommt ja nicht alle Tage vor, daß man so einen Bericht in der Zeitung abgedruckt bekommt. Immerhin ist es auch eine gute Werbung für uns. Ich habe mich gefragt, was stellt sich da einer vor, der unseren Hof gar nicht kennt? Mit was für einer großen Vorerwartung reist er an? Kann es da noch ein schöner Urlaub werden?! Heißt es nicht - Vorfreude ist die größte Freude?

 

Lea hat selber sehr viel dazu beigetragen, daß es ein toller Urlaub für sie wurde. Ihre Beschreibung ist im Großen und Ganzen okay. Um uns herum sind auch andere Häuser sowie die Hartkaiserbahn. Bei den Quartieren möchte ich betonen, daß es sich um Zimmer und Apartments mit einfacher Ausstattung handelt. Wer sich also auf einen Pferdebauernhof, und nicht auf Sterne und Hauben freut, der ist bei uns richtig.

 

Franz

Glück
Wasser
Meiki

Entdeckungsreise
Einen Baum pflanzen

Barfußweg

Das alte Bauernhaus hat was zu erzählen

Säumer-Wanderung

Zurück zu Reiten